Psychomotorik

Die Lebensbedingungen unserer Schüler haben sich sehr verändert. Eindeutig ist eine Verknappung des Bewegungsangebots im Alltag zu bemerken.

Die Schüler haben schon lange Bus- oder Autofahrten hinter sich, bis sie die Schule erreichen und auch in ihrem häuslichen Umfeld finden die meisten Aktivitäten im Sitzen statt.

Die Auswirkungen dieser Bewegungsdefizite wirken sich am deutlichsten durch Übergewicht, Ausdauer- und Haltungsschwächen und mangelnde Problemlösungsstrategien mit ihrem Körper aus.

Doch gerade aus diesen Defiziten, die Kinder in der Bewegung haben, resultieren sehr oft weitreichende Auffälligkeiten in der Seele und dem Geist der Kinder. Ganz abgesehen von dem gesundheitlichen Aspekt der Bewegung.
Viele Verhaltensauffälligkeiten haben somit ihren Ursprung in dem Bewegungsmangel bzw. in den Wahrnehmungsstörungen.
Diese beiden Bereiche sollten genügend gefördert werden.

Experten fordern schon seit Jahren, mehr Bewegung in das Kinderleben zu bringen, denn die Zusammenhänge von Bewegung, Wahrnehmung, Lernverhalten und Intelligenz sind mittlerweile bewiesen. In vielen Untersuchungen hat man festgestellt, dass gewisse Bereiche der Bewegung und Wahrnehmung eng mit dem Problem Lernschwierigkeit zusammenhängen.

Das Erziehungsprinzip, das die Verbindung des Körperlichmotorischen mit dem Geistigseelischen darstellt, nennt man Psychomotorik.

Psychomotorik besteht aus vielen Bausteinen

Die Psychomotorik besteht aus vielen Bausteinen, wobei nachfolgend die meisten genannt werden: Grobmotorik, Feinmotorik, Gleichgewicht, Konzentration, Entspannung, Wahrnehmung, Reaktion, Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit.

Diese Bausteine bilden ein "Fundament" für die gesunde Entwicklung unserer Schüler.
 
Um den eigenen Körper lebenspraktisch und adäquat einsetzen zu können muss dem SchülerIn eine Vielzahl von Angeboten auf dem Gebiet der Körpererfahrung (Ich-Kompetenz), Materialerfahrung (Sach-Kompetenz) und Sozialerfahrungen (Sozialkompetenz) gemacht werden.

 

Umsetzung an der Paul-Zimmermann-Schule

An der Paul-Zimmermann-Schule wird Psychomotorik nicht nur im Sportunterricht umgesetzt. Einige Kollegen haben speziell für diesen Fachbereich eine Zusatzqualifikation in Motopädagogik erworben.

Zum Aufbau der Förderung unserer SchülerInnen werden Basiskompetenzen in den einzelnen sensorischen Funktionssystemen durch Übungen, die zum Teil in Einzelsituationen gefördert werden, erworben. In Stundensequenzen werden Spiel- und Erlebnissituationen geschaffen, die auf Erfahrung und Problemlösende Handlung ausgerichtet ist. Bewegungsübungen werden in Handlungsabläufe, Szenen und Rollenspiele eingebaut. Hierbei sollte immer die Freude am Spiel, die eigene Kreativität und die Möglichkeit für die Schüler eigene Variationen zu finden im Vordergrund stehen. Durch das Spiel und die Interaktionen in der Gruppe wird nicht nur das Sozialverhalten sondern auch die Kommunikation gefördert.

Außerdem finden Angebote in der realen Umwelt statt, sowie bei Arbeiten im Schulwald, im Werken, in Wald- oder Teich AG, Fitness AG, bei Ausflügen und Aktionen wie Rodeln, Kanufahren, Spielplatz usw. Nicht zu vergessen sind die vielen kleinen täglichen Angebote im Schulalltag, in dem der Gedanke der psychomotorischen Entwicklung der Schüler einen nicht unwesentlichen Schwerpunkt hat.

Paul-Zimmermann Schule - Christian-Paul Str. 6 - 34497 Korbach  |  Telefon: 05631 3836  |  Telefax: 05631 915693