Unterstützte Kommunikation (UK)

Unterstützte Kommunikation bietet Kindern und Jugendlichen ohne Lautsprache die Erweiterung kommunikativer Möglichkeiten durch pädagogische und therapeutische Maßnahmen. Dadurch erfahren sie eine wesentliche Verbesserung ihrer kommunikativen Möglichkeiten. Der Einsatz individuell angepasster Hilfsmittel ermöglicht es auch schwerstbehinderten Schülern erfolgreiche, kommunikative Erfahrungen zu sammeln und zu erleben. Die Unterstützte Kommunikation ermöglicht es diesen Schülern und Schülerinnen, an der aktiven Gestaltung ihres Lebens mitzuwirken.

Seit Gründung der Schule wurde nach individuellen Strategien gesucht, mit „nichtsprechenden“ Schülern und Schülerinnen zu kommunizieren. Dies geschah z.B. durch Gebärden, Piktogramme oder individuell vereinbarte, schulinterne Zeichen. Mit zunehmender  Entwicklung elektronischer Hilfsmittel,  wurden diese regelmäßig dem aktuellsten Stand der Technik angepasst und individuell mit unseren  Schülern und jede Schülerinnen zur Kommunikation eingesetzt.

Unterstützte Kommunikation ist als durchgängiges Prinzip sowohl unterrichtsimmanent als auch in der Einzelförderung an der Paul – Zimmermann – Schule  im Schulkonzept verankert.

Um Unterstützte Kommunikation im grundlegenden Sinne durchführen zu können, sind uns folgende Grundhaltungen wichtig:

  • Für uns ist das Recht auf Kommunikation eine Selbstverständlichkeit.
  • Wir gehen davon aus, dass Kommunikation ein Prozess ist, in dem jeder Mensch Handlungsfähigkeiten besitzt.

Hierauf basierend treten wir mit den Schülern und Schülerinnen in Dialoge. Wir sind uns sicher, dass jedes Kind individuell reagiert und wir durch unterschiedliche Methoden der Unterstützten Kommunikation den Kindern neue Strategien anbieten, um kommunizieren zu können. Das der Aufbau dieser Strategien viel Zeit benötigt, ist uns bewusst.

Grundlegende Standards der Unterstützten Kommunikation an unserer Schule

  • Alle Schüler haben das Recht auf Kommunikation und Kommunikationsförderung.
  • Alle Kollegen verfügen über Grundbegriffe der Unterstützten Kommunikation.
  • Jeder nicht, oder kaum lautsprachlich kommunizierende Schüler erhält Zugang zu Hilfsmitteln der Unterstützten Kommunikation.
  • Die Hilfsmittel werden in vielfältigen Situationen und Unterrichtsfächern eingesetzt.
  • Kontinuierlicher, und über einen langen Zeitraum angelegter Aufbau eines multimodalen Kommunikationssystems

Methoden der Unterstützten Kommunikation

Körpereigene Kommunikationsformen:

  • Blickbewegung,
  • Mimik,
  • Laute, Lautsprache,
  • Gestik,
  • Körperhaltung, Körperbewegung,
  • Gebärden DGS standartisiert

Darüber hinaus können die Atmung, die Körpertemperatur, die Muskelspannung und die Körperhaltung einen Hinweis auf die Befindlichkeit geben oder entsprechende Bedürfnisse anzeigen. In der Regel ist gleichzeitig eine Kombination verschiedener kommunikativer Verhaltensweisen erkennbar.

Nicht elektronische Hilfen

  • Kommunikationsbücher
  • Bildposter
  • Kommunikationsordner
  • Wort oder Bildkarten  PECS
  • Kommunikationstafeln
  • Spielzeug bzw. Objekte
  • Fotoalben
  • uvm.


Elektronische Kommunikationshilfen

  • Big Mac
  • Power-Link
  • Step-by-Step
  • Go-Talk
  • Small- und XL-Talker (auch mit Augenansteuerung)

QK 15, QK 45, QK 60, usw.

Das Anlegen und Führen eines „Buch über mich“ und eines UK Passes sorgen dafür, das  Entwicklungsschritte und Kommunikationsstrategien für alle zugängig, nachlesbar, dokumentiert werden evaluiert.

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Paul-Zimmermann Schule - Christian-Paul Str. 6 - 34497 Korbach  |  Telefon: 05631 3836  |  Telefax: 05631 915693